HORST ANTES Deutsch, b. 1936
"Im Kopf kann alles passieren, aber der Kopf schützt den Menschen auch. Es gibt offene Köpfe, die bewohnt werden können. Der ganze Mensch ist im Kopf enthalten. Und es gibt den leeren Kopf, der alles aufnehmen kann und alles wieder abgibt."
Horst Antes (geb. 1936 in Heppenheim) zählt zu den bedeutenden Vertretern der deutschen Nachkriegskunst. Nach seinem Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, wo er später auch als Professor tätig war, entwickelte er in den 1960er-Jahren seine charakteristischen „Kopffüßler“-Figuren. Diese archaisch wirkenden, stilisierten Menschenformen wurden zu seinem künstlerischen Markenzeichen und begründeten seinen internationalen Ruf. Sein Werk umfasst Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Skulptur und ist der Neuen Figuration zuzuordnen. Inhaltlich kreisen seine Arbeiten um grundlegende menschliche und existenzielle Fragestellungen, oft mit Bezügen zu archaischen und mythologischen Bildwelten. Charakteristisch sind klare Konturen, reduzierte Formen und eine prägnante, symbolhafte Bildsprache. Seine Werke sind in zahlreichen bedeutenden Museen vertreten, darunter das Museum of Modern Art in New York, das Solomon R. Guggenheim Museum, die Tate Gallery in London sowie das Städel Museum und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Heute lebt und arbeitet Horst Antes in Karlsruhe und Italien.
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HORST ANTESKopf in Kopf und Aug im Mund, 1970Aquatec on canvas89.9 x 80,5 cm
35 3/8 x 31 1/2 in -
HORST ANTESKopf Max Bill für Max Bill, 1971Aquatec on woodplate62 x 50 cm
24 3/8 x 19 3/4 in -
HORST ANTESPorträt mit Roter Gesichtsmaske und blauem Gesichtsfeld, 1972Aquatec on canvas120 x 100 cm
47 1/4 x 39 3/8 in -
HORST ANTESGrauer Kopf I, 1972/73Aquatec on canvas90 x 80 cm
35 3/8 x 31 1/2 in
